Mockumentary

Tag 1 | 25. Februar 2026
Warm Up
  • Name durch den Kreis schicken Zuerst den eigenen, dann den Namen der Person, auf die man zeigt, dann den Namen der Person auf die als nächstes gezeigt werden soll.

  • Zombie Spieler:innen stehen im Kreis, eine Person (der Zombie) in der Mitte. Der Zombie wählt sein Opfer aus und läuft darauf zu. Das Opfer versucht nur durch Blickkontakt eine andere Person dazu zu bringen, den Namen eines neuen Opfers zu nennen - darf auch der eigene Name sein. Wird der Name rechtzeitig gerufen, hat der Zombie ein neues Opfer und läuft darauf zu. Wird der Name zu spät oder gar nicht gerufen und der Zombie kann sein Opfer erreichen, wird das Opfer zum neuen Zombie.

  • Sevens Spieler:innen stehen im Kreis. Das Spiel wird gespielt, indem man einfach nur bis 7 zählt. Die Spielrichtung wird durch Berühren der eigenen Schulter (über den Körper hinweg) angezeigt. Wenn ich also meine rechte Schulter mit der linken Hand berühre und 1 sage, muss der Spieler zu meiner Rechten 2 sagen und seine rechte oder linke Schulter berühren, um die Richtung anzugeben, in der das Spiel weitergeht. Man zählt immer nur bis 7, danach geht es wieder mit der 1 los. Wer allerdings 7 sagt, muss eine andere Aktion ausführen: die Arme vor dem Körper, wobei der obere Arm die Richtung anzeigt. Geschwindigkeit vor Genauigkeit - Fehler werden gefeiert. Im Lauf des Spiels werden die Zahlen durch Buchstaben (A-G), Wochentage (Montag-Sonntag) oder einen Satz mit sieben Wörtern ("Ich mag den Markus wirklich ganz arg") ersetzt - zum Schluss alle genannten gleichzeitig. Eine Runde kann dann zum Beispiel sein: 1 - 2 - Mittwoch - D - wirklich - 6 - Sonntag... Learning: Schwung/Tempo sind wichtiger als Nachdenken - raus aus dem Kopf.

Übung
  • Instant Experts/Youtube Kanal Teilnehmer:innen in Paare aufteilen. Jede Person eines Paares erklärt der anderen Person einen Prozess oder ein Thema, in dem sie oder er Expert:in ist. Das kann alles mögliche sein - das perfekte Rezept für eine Tomatensauce, wie man den perfekten Tee zubereitet, etc. Die andere Person hört einfach zu. Nach 4 Minuten wird gewechselt. Im Anschluss präsentiert jede Person sein neu erlangtes Expertenwissen als ob man einen eigenen Youtube-Kanal zu diesem Thema betreiben würde. Das Ziel dabei ist es nicht, so genau wie möglich zu sein oder Wort für Wort das Gehörte zu wiederholen. Ziel ist es, möglichst selbstbewusst über ein Thema zu referieren, zu dem man eigentlich keine Ahnung hat. 

Hausaufgabe
  • Semi-Intimate Questions Jede:r Teilnehmer:innen überlegt sich bis zum nächsten Termin drei "halb-intime" Fragen. Diese liegen auf halbem Weg zwischen alltäglichen Fragen (Was ist deine Lieblingsfarbe?) und intimen Fragen (Hast du jemals jemanden verloren, den du geliebt hast?). Sie sind der Sweet Spot zwischen diesen beiden.

Nächster Termin: 11. März, 18:00 - 20:45 Uhr
Mockumentaries:
  • The Office US Disney Plus, Netflix, Amazon Prime (teilweise)

  • What we do in the shadows Disney Plus

  • Modern Family Disney Plus

  • Parks & Recreation Magenta TV

  • Die Discounter Amazon Prime

  • Cunk on Earth Netflix

  • Jerks Joyn

  • Fraktus Amazon Prime

Tag 2 | 11. März 2026
Warm Up
  • Name durch den Kreis schicken Zuerst den eigenen, dann den Namen der Person, auf die man zeigt, dann den Namen der Person auf die als nächstes gezeigt werden soll.

  • Zip! Zap! Boing! Spieler:innen stehen im Kreis. Man kann den Impuls an die Person neben sich weitergeben, indem man auf sie zeigt (oder klatscht) und Zip! sagt. Diese Person gibt dann das Zip! an die nächste Person im Kreis weiter und theoretisch immer so weiter. Mit Boing! springt das Zip! allerdings zurück in die Richtung, aus der es gekommen ist. Wenn es also im Uhrzeigersinn um den Kreis herumgelaufen ist, läuft es nun gegen den Uhrzeigersinn. Mit Zap! kann man jemanden auf der anderen Seite des Kreises ansprechen. Diese Person kann dann wiederum Zip! in beide Richtungen sagen. Auf ein Zap! kann kein Boing! folgen. Als Variante kann man die drei Befehle mit typischen Geräuschen oder Aussagen bestimmter Situationen ersetzen, z.B. an der Supermarktkasse ("Bitte Kasse 2, Kasse geschlossen, Gehört das auch noch zu Ihnen?") oder im OP ("Skalpell bitte, Absaugen, Der Patient ist verstorben").

  • Jinx oder Mind Meld Spieler:innen stehen im Kreis. Zwei Personen treten in die Mitte indem sie „eins“ und „zwei“ sagen. Sie stehen sich gegenüber. Sie schauen sich in die Augen und denken an ein beliebiges Wort. Sie sprechen es nicht sofort laut aus. Blickkontakt und gemeinsam zählen bis drei. Beide Personen in der Mitte sagen ihr Wort gleichzeitig. Zum Beispiel „PFEIFE“ und „VOGEL“. Die Personen, die gerade gesprochen haben, treten dann zurück in den Kreis und machen Platz in der Mitte des Kreises. Das Ziel ist nun, ein Wort zu finden, das Pfeife und Vogel verbindet. Etwas zu finden, das konzeptionell zwischen den beiden liegt. Zwei weitere Spieler:innen treten nun in den Kreis, selber Ablauf wie zuvor. Das Spiel wird fortgesetzt, bis das gleiche Wort gesagt wird, bereits verwendete Worte dürfen nicht mehr gesagt werden. Wenn es zu einem Match kommt, feiert die ganze Gruppe mit dem Mind Meld Song und einem improvisierten Tanz. Der Text des Mind Meld Songs: "Mind meld. It was a mind meld. It happens all the time. It was a mind meld."

Übungen
  • Character Interviews Die Hälfte der Spieler:innen platziert sich als Interviewer:innen auf Stühlen verteilt im Raum, jeweils einen zweiten leeren Stuhl gegenüber. Die andere Hälfte der Gruppe geht möglichst neutral durch den Raum. Durch Veränderung der Gangart, ein "führendes Körperteil" oder die gedankliche Vergabe eines Status beginnen wir, einen Character bzw. eine Figur zu bauen. Wenn die Figur ein Tier wäre, welches? Welche Emotionen hat diese Figur? Was ist ihr Beruf? Wie klingt ihre Stimme? Ist die Figur in einer Beziehung oder Single? Wie sähe ein perfekter Tag für die Figur aus? Wenn wir die Figur gefunden haben, suchen wir einen der leeren Stühle auf und lassen uns als diese erschaffene Figur interviewen. Im Anschluss stellen die Interviewer:innen die Figur der Gruppe vor. Die Vorübung zum Finden der Figur basiert auf einem Kapitel ("VAPAPO") in Jill Bernards Buch "Small Cute Book of Improv". Den Ausschnitt habe ich im Google Drive Ordner abgelegt - aber große Kaufempfehlung für das Buch. Ist nicht teuer. 

  • Als Gruppe Geschichte erzählen 4-5 Spieler:innen stehen vor dem Rest der Gruppe und erzählen gemeinsam von einem Erlebnis, das gerade passiert ist, z.B. man wurde gerade aus einer steckengebliebenen Achterbahn gerettet. Wichtig ist, darauf zu achten, dass man bereits gesagte Fakten eher verstärkt und ihnen nicht widerspricht: Yes, and! Zuhören :)

  • 1- bis 4- Wort-Geschichte Spieler:innen stehen im Kreis. Ziel ist es, gemeinsam eine Geschichte zu erzählen. In der ersten Runde hat jeder jeweils nur ein Wort zur Verfügung, dann zwei, drei und schließlich vier - dann reduziert sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Worte wieder bis auf ein Wort. Idealerweise endet die Geschichte mit dem Wort der Person vor der Person, die begonnen hat.

  • When Harry met Sally Diese Übung basiert auf den Zwischenszenen in „Harry und Sally“ (daher auch der Name... Genial, oder?). Zwei Spieler:innen sitzen auf Stühlen nebeneinander mit dem Blick leicht über das Publikum ("in die Kamera") gerichtet und sprechen darüber, wie sie sich kennengerlent haben oder auch was sie gemeinsam erlebt haben. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Szene mit zwei Personen, quasi eine sog. "Talking-Heads-Sequenz" wie man sie aus Dokumentationen kennt.

Nächster Termin: 18. März, 18:00 - 20:45 Uhr
Tag 3 | 18. März 2026
Warm Up
  • Rentier Spieler:innen stehen im Kreis. Eine Person ist das Rentier, sie hebt beide Hände hochan den Kopf, um ein Geweih zu bilden. Die Personen links und rechts des Rentiers halten ebenfalls ihre äußere Hand als zusätzliches Geweih hoch, sie sind halbe Rentiere. Für das Rentier gibt es nun zwei Möglichkeiten, den Impuls im Kreis weiterzugeben: 1.) Lass eine der beiden Hände sinken, die Person in Richtung der gesenkten Hand wird zum neuen Rentier, flankiert von den beiden neuen halben Rentieren. 2.) Nimm Blickkontakt auf mit einer anderen Person im Kreis, bewegt euch aufeinander zu und schlagt eure Geweihe begleitet von einem Brunftschrei aneinander. Das neue Rentier richtet sich auf, die halben Rentiere an den Seiten flankieren.

  • Vorwärts-/Rückwärts-Assoziieren Dies ist eine Variation des Assoziationskreises. Sobald die Gruppe eine ganze Reihe von Wörtern assoziiert hat – etwa 4-5 Runden funktionieren gut –, muss sie die Reihenfolge rückwärts durchgehen, um wieder beim ersten Wort anzukommen. Auf dem Rückweg ist es die Aufgabe aller, sich an die Abfolge zu erinnern und mitzuhelfen. Dies ist (wie so oft) eine Metapher für eine Improshow – sie besteht aus einer Reihe einzelner Verbindungen, und wenn wir unsere Energie und Aufmerksamkeit auf unsere Szenenpartner:innen richten, ergibt sich die übergeordnete Struktur von selbst.

Übungen
  • Perlengeschichte Spieler:innen bewegen sich durch den Raum. Die erste Person stellt sich an ein Ende einer gedachten Reihe und spricht die erste oder letzte Zeile einer Geschichte:

    Sabine saß an ihrem Schreibtisch und korrigierte mit einem Rotstift die Klausuren des Deutsch-Abiturs. (Bsp. für einen ersten Satz)

    Eine zweite Person besetzt das andere Ende der Reihe und spricht die der Position entsprechende Zeile der Geschichte, die sich so stark wie möglich von der ersten Zeile unterscheidet:

    Und schließlich stand das ganze Haus in Flammen. (Bsp. für einen letzten Satz)

    Als Nächstes tritt jemand in die Mitte der Reihe und ergänzt einen Satz in der Geschichte:

    Sabines Mann erneuerte mit Hilfe einer Heimwerker-Anleitung die Elektronik im Haus. (Bsp. für einen mittleren Satz)

    Nun treten nach und nach alle anderen Personen in völlig zufälliger Reihenfolge nacheinander auf und fügen der Geschichte immer mehr Zeilen hinzu. Sie können an einer beliebigen Stelle in der Zeitachse einsteigen und eine Handlungseinheit hinzufügen. Jedes Mal, wenn eine neue Zeile hinzugefügt wird, wird die gesamte bisherige Geschichte laut zusammengefasst. Die Idee ist, dass die Geschichte von Anfang bis Ende vollkommen Sinn ergibt, wenn der letzte Darsteller auftritt und seinen Platz einnimmt. Hinweise: Es ist viel einfacher, sich dem Anfang anzunähern als dem Ende. Wenn man zu den letzten Personen gehört, die dazu kommen, sollte man sich die Frage stellen: „Welche Elemente dieser Geschichte wurden noch nicht erklärt?“ und eine Zeile ergänzen, die das Problem löst.

  • Ja-/Nein-Geschichte erzählen Spieler:innen paarweise zusammen. Eine Person erzählt eine komplett erfundene Geschichte.  Am Ende jedes Satzes sagt die andere Person entweder "Ja" oder "Nein". Bei "Ja" geht die Geschichte ganz normal weiter. Bei "Nein" muss sich die erzählende Person eine alternative Zeile ausdenken.

    Es war einmal ein Frosch, der unbedingt Ukulele Spielen wollte.

    Ja.

    Er wurde im ganzen Sumpf für sein Talent gefeiert.

    Nein.

    Und obwohl er unglaublich talentiert war, schätze niemand im Sumpf seine Musik.

    Ja.

    Und so weiter... Länge der Geschichte ca. 3-4 Minuten, danach Wechsel.

  • Schnelle Szenenwechsel ("Cut") Zwei Spieler:innen starten eine Szene, Regisseur:in von außen ruft an beliebiger Stelle "Cut", sofort muss eine neue Szene mit anderer Konstellation gestartet werden. Der Fokus liegt bei dieser Übung auf raschem Umdenken, klaren Einstiegen und mutigen Entscheidungen. Wichtig: Basics nicht vergessen! Wer seid ihr, wo seid ihr, was macht ihr?

  • Montage Langform, die aus einer schnellen Abfolge verschiedener Szenen besteht. Es gibt eine gemeinsames Theme bzw. eine zentrale Idee, die Szenen sollten nicht narrativ miteinander verbunden sein. Aber die Szenen dürfen gerne durch wiederkehrende Figuren (in verschiedenen Situationen), wiederkehrende Sätze, Geräusche oder Bewegungen oder ähnliche Situationen aktiv miteinander verknüpft werden.

    Gesammelte Arten von Edits: Sweet Edit, Tag Out (gesteigert zu Tag Run), Focus Shift, Walk on, Voice Over, Black und Tap in.

Nächster Termin: 25. März, 18:00 - 19:45 Uhr